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wie alles begann

GÜMA...steht für Günter Geier und Mathias Anderer. Die beiden gebürtigen Mosbacher sind Gründer, Besitzer sowie Leiter der 1989 in Mosbach gegründeten Firma GÜMA Wohnmobile und Caravans.

Mit einem kleinen Kundenstamm startete das Unternehmen Mitte der achziger Jahre mit dem Ausbau von Wohnmobilen.

Aber begonnen hat alles viel früher, denn am Anfang stand der Motorsport. 1977 lernten sich die beiden auf einem Bikerrennen kennen und taten sich schnell zusammen. Und so tourten Günter Geier, der ausgebildete Gürtner und Mathias Anderer, der zu diesem Zeitpunkt gerade bei Mercedes eine Kfz-Mechaniker-Lehre machte, jedes Wochenende quer durch Deutschland.

Beide brachten es zum Titel in der nordbayerischen Meisterschaft und zählten zu den Besten in der Deutschen Juniorenmeisterschaft. Jahrelang ging das so, bis 1988 eine Entscheidung anstand: Obwohl Moto-Cross damals ihr Leben war, zogen die beiden jungen Mosbacher die Bremse. Beide waren zu überlegt um ihr normales Berufsleben komplett aufzugeben.

Günter Geier hatte inzwischen trotz der Doppelbelastung durch Arbeit und Sport noch die Meisterschule absolviert, und auch Mathias Anderer begann seine Fortbildung zum Kfz-Meister. Aber dem Duo war bereits klar, was es im Gegenzug für den Verzicht auf die Profi-Laufbahn wirklich wollte: eine berufliche Existenz als Reisemobilhändler.

Vom Moto-Cross zum Mobile-Home Zu jenem Zeitpunkt waren die Moto-Cross Freaks längst gewiefte Fachmänner in Sachen Reisemobil - quasi als Nebeneffekt ihrer sportlichen Aktivitäten: am Anfang ihrer Karriere waren sie mit dem Zelt im Kofferraum zu den Rennen getourt. Bei starkem Regen lief ihnen ständig das Wasser vorne rein und auf der anderen Seite wieder raus. Weil sie aber kein Geld für Hotels hatten, kaufte Anderer 1980 für 200 Mark einen alten VW-Bus und rüstete ihn mit Schlafplätzen und einer Kochstelle aus.

Die beiden waren die Ersten, die mit einem Camping-Bulli zu den Veranstaltungen angereist kamen, heute ist das Logieren im Wohnmobil gang und gäbe in der Szene. Und während das Duo immer härtere und bessere Rennen meisterte, gewann es parallel im Ausbau diverser Kastenwagen, deren Einrichtungen den jeweils wachsenden Anforderungen entsprach. Sogar mit selbst konstruierten Heckgaragen

Sprung ins kalte Wasser
„Wir wollten und konnten nicht mehr ohne die Reisemobile leben“ gesteht Mathias Anderer, und so mieteten sie eine kleine Halle als Werkstatt und gründeten 1989eine GmbH namens Güma - den ersten Buchstaben ihrer Vornahmen. Nach seiner Meisterprüfung im März 1991 wollte Mathias Anderer seinen Job bei Mercedes auf eine halbe Stelle reduzieren, um mehr Zeit für Güma zu haben, doch es wurde abgelehnt. Also hat er, entgegen seinem vorsichtigen Naturell, gekndigt und ist ins kalte Wasser gesprungen.

Fortan war er beruflich sein eigener Herr, abends tatkräftig unterstützt von seinem Freund Günter. Ihr neuer Betrieb lief gleich im ersten Jahr gewinnbringend. Ende 1991, inzwischen auf größerem Gelände, erhielten die Firmengründer ihren ersten Händlervertrag und führten nun erstmals fremd produzierte Reisemobile - von Fendt. Im Mai 1992 wechselte dann auch Günter Geier ins eigene Geschäft über.

Ab Mai 1993 residiere die Firma mit einem 5.000 m² großen Areal im Gewerbegebiet des Mosbacher Ortsteils Neckarelz, direkt an der Bundesstraße B 27 und in direkter Nähe zum Neckar. Doch diese anschauliche Lage hätte das Händlerduo damals beinahe um die Existenz gebracht. Das Jahrhunderthochwasser Weihnachten 1993 äberschwemmte das gesamte Betriebsgebäude und eine Versicherung war nicht vorhanden. Aber die beiden starteten erneut durch. Schließlich hatten sie im Sport gelernt, worauf es ankommt: auf Schnelligkeit und Kraft, nicht minder allerdings auf Ausdauer, Konzentration und die Fähigkeit, sich veränderten Gegebenheiten anzupassen. 1994 gründeten sie schließlich eine Zweigstelle in Mannheim.

Heute liegt GMA gut im Rennen, denn reisen in den „eigenen vier Wänden“ findet immer mehr Freunde. Der Verkauf, die Vermietung und die Reparatur von Wohnmobilen und Caravans sind zum wichtigsten Standbein von GÜMA geworden.

Für Freizeitaktivitäten haben die beiden leider kaum noch Zeit, für aktiven Moto-Cross-Sport überhaupt nicht mehr. Aber zwei-, dreimal pro Jahr packt eine unbezwingbare Sehnsucht das Güma-Duo. Dann fahren sie zusammen zu einem Moto-Cross-Rennen - allerdings nur als Zuschauer. Dahin, wo auch ihre gemeinsame Geschichte als Reisemobilhändler begonnen hat.